Was ist Alopecia Areata – Ursachen und Behandlung

Alopecia Areata

Alopecia Areata, was ist das?

Alopecia Areata ist ein grauenvoller Name, für eine Erkrankung, die entfernt betrachtet, einen dazu zwingt sich selbst kennenzulernen, auf seinen Körper zu hören und den Begriff Schönheitsideal weitaus breiter auszulegen, zu variieren und zum Teil neu zu definieren. Es ist keine ansteckende Erkrankung. Betroffene haben keine physischen Schmerzen. Sie sind auch nicht gezwungen auf Medikamente oder Behandlungstherapien zurückzugreifen. Alternative Begriffe zu Alopecia Areata sind zum Beispiel Alopezie oder kreisrunder Haarausfall. Der Verein Alopecia Areata Deutschland beschäftigt sich als, in diesem Themengebiet, größter Verein Deutschlands mit den verschiedenen Bereichen der Alopecia Areata und stellt eine nützliche Unterstützung für Betroffene und Angehörige dar.

Krankheitsbild

Unter Alopecia Areata wird  eine Form des entzündlichen Haarausfalls verstanden, die sowohl bei Männern, als auch Frauen jeglichen Alters auftreten kann. Die Spanne reicht von Kleinkindern bis hin zu Senioren. Der Haarausfall tritt nicht nur am Kopf auf. Auch der Bart oder andere Körperhaare, wie Augenbrauen, Wimpern, Beinhaare, Behaarungen des Intimbereichs etc., können betroffen sein. So schnell wie die kahle Stelle entsteht, kann sie auch wieder verschwinden, ohne dass derjenige davon etwas mitbekommt. Die kreisrunden haarlosen Stellen, sind in der Regel nicht groß und wachsen spontan wieder zu. Um kreisrunden Haarausfall zu verhindern, können keine vorbeugenden Maßnahmen getroffen werden.

Es gibt verschiedene Ausprägungen des Haarausfalls. Die bekannteste ist Alopecia Areata. Sind alle Kopfhaare betroffen, wird von Alopecia Totalis gesprochen. Sind sowohl die Kopfhaare, als auch die Körperhaare betroffen, ist von Alopecia Universalis die Rede. Diese beiden Formen treten eher seltener auf. Häufiger tritt Alopecia Ophiasis auf. Bei dieser Form fehlen die Haare im Nacken, über den Ohren bis zu den Schläfen. In Deutschland sind, verschiedenen Schätzungen zu Folge, bis zu 1,5 Millionen Menschen von Alopecia Areata betroffen.

UrsachenAlopecia Ursachen und Behandlung

Alopecia Areata wird aus medizinischer Sicht zu den Autoimmunerkrankungen gezählt. Es handelt sich um eine Störung des Immunsystems. Hierbei entstehen Entzündungszellen an der Haarwurzel, die ein Haarwachstum verhindern. Es wird davon ausgegangen, dass auch genetische Ursachen eine Rolle spielen. Dazu gibt es jedoch noch keine konkreten wissenschaftlichen Erkenntnisse.
Inwiefern psychische Belastungen kreisrunden Haarausfall begünstigen, ist sehr umstritten.
Fällt die Betrachtung auf meine persönliche Erkrankungsgeschichte, dann würde ich einen Zusammenhang zwischen Alopecia und psychischen Belastungen definitiv mit Ja beantworten.

Behandlung

Aus persönlicher Sicht, rate ich von jeglicher Form der schulmedizinischen Behandlung ab. Es gibt keinen gezielten Beleg dafür, dass die Haare aufgrund einer Behandlung wiederkommen. Gängige Behandlungsmethoden bei Alopecia sind nur Symptomorientiert.  Sie sind Chemiebomben und bedeuten, u. a. durch ihre Nebenwirkungen, zusätzlichen Stress für den Körper.
Es gibt verschiedene, auf Cortison basierende, Behandlungsmöglichkeiten, als Tinktur für den äußeren Bereich, in Form von Injektionen direkt in die Kopfhaut oder Infusionen. Eine weitere Möglichkeit ist die topische Immuntherapie. Bei dieser Therapieform wird bewusst ein Ekzem auf der zu behandelnden Stelle erzeugt, was wiederrum zu Haarwachstum führen soll.
Keine der erwähnten Behandlungen sichert 100%ige Heilungschancen. Während der Therapie kann es zur vollständigen Wiederbehaarung kommen, jedoch ist nicht garantiert, dass die Haare nach Therapiebeendigung erhalten bleiben.
Typisch für Alopecia ist die sog. Spontanheilung, die unabhängig einer Behandlung auftritt und auch nicht in ein zeitliches Raster gelegt werden kann. Sie kann unter Umständen auch nie einsetzen.
Neben den rein physischen Behandlungsmöglichkeiten, nimmt auch die psychische Belastung, aufgrund der Erkrankung, einen wichtigen Behandlungsbereich ein. Nicht jeder, der schwerwiegend an Alopecia  erkrankt, schafft es sich, ohne psychologische Betreuung, mit den Veränderungen am Körper und den neuen Herausforderungen im Alltag zurecht zu finden. Der Verlust der Haare stellt eine gravierende Umwandelung dar. Es erfordert sehr viel Kraft sich den neuen Umständen anzunehmen. Eine kompetente psychologische Unterstützung kann hilfreich, auf dem Weg der Wiederselbstfindung, sein.

Weiterführende Tipps zum Umgang mit Alopecia erhaltet ihr auf meinem Blog.

Dazu kann ich euch auch einen weiteren Blog mit ans Herz legen. Die liebe Sandra hat auf ihrem Blog Storfine dem Thema Alopecia Areata eine ganze Rubrik gewidmet, in der sie regelmäßig ihre eigenen Erfahrungen mit der Erkrankung widerspiegelt und hilfreiche Tipps aufzeigt.

2 Kommentare

  1. Hallo liebe Maria,

    ein toller, informativer Beitrag.
    Vielen lieben Dank auch für die Verlinkung.
    Ich findes es wunderbar, dass es auch noch andere Menschen gibt, die offen über AA schreiben und somit auch andere Menschen dafür sensibilisieren.

    Ganz liebe Grüße an Dich
    Sandra

    1. Liebe Sandra, danke für deine lieben Worte. Ich freue mich weiterhin von dir zu hören. Liebe Grüße

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